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Geschäftsbericht 2011

Im Berichtsjahr sind zwei Wochenendseminare für Eltern und Geschwister asthmakranker Kinder auf Amrum durchgeführt worden.Im April 2011 haben 10 Erwachsene und 9 Kinder und im Oktober 2011 haben 13 Erwachsene und 14 Kinder an diesem von der Klinik Satteldüne hervorragend organisiertem Seminar teilgenommen.Auch im Jahre 2012 werden wir versuchen, mindestens 1 Wochenendseminar in Satteldüne durchzuführen.Daneben lag der Schwerpunkt der Aufgaben bzw. Tätigkeiten der Gesellschaft auch im abgelaufenen Berichtsjahr in der Fortführung des Polleninformationsdienstes.Ein weiteres Tätigkeitsfeld mit besonderer Bedeutung lag im Berichtsjahr in der Fortsetzung der Nichtraucheraktion.

Von Mitte November 2010 bis Ende April 2011 wurde zum vierzehnten Mal der internationale Wettbewerb zum Nichtrauchen „Be Smart – Don’t Start“ durchgeführt. Hauptzielgruppe des Wettbewerbs sind Schüler der Klassenstufen 6 bis 8. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Einstieg in das Rauchen so lange wie möglich zu verzögern bzw. ganz zu verhindern.
Die Regeln für den Wettbewerb sind einfach: Die teilnehmenden Klassen entscheiden sich, ein halbes Jahr lang eine Nichtraucherklasse zu sein. Dazu unterschreiben sie einen Klassen- und einen Schülervertrag. Wöchentlich wird das Thema „Nichtrauchen“ im Klassenverband thematisiert. Am Ende des Wettbewerbs werden unter den erfolgreichen rauchfreien Klassen Preise verlost.

Im Schuljahr 2010/2011 nahmen 10.550 Klassen aus dem gesamten Bundesgebiet teil, davon 538 Klassen aus Schleswig-Holstein. Der Hauptgewinner, die Klasse 6/7 der Otto-Mensing-Schule aus Lütjenburg, wurde am 9. Juni um 9.00 Uhr im Hansapark Sierksdorf (Eingangsbereich) gekürt. Der Preis wurde durch mich übergeben. Das Forschungszentrum Borstel wird bis 2014 mit insgesamt 90.000,00€ unterstützt.
Diesem lag ein Antrag des Forschungsinstitutes Borstel folgenden Inhalts vor: Die Klinische Infektiologie ist wesentlicher Bestandteil des TBCB und neben der klinischen Forschung für die Patientenversorgung verantwortlich. Für die Versorgung von Tuberkulose-Patienten stehen an der Medizinischen Klinik 14 stationäre Betten zur Verfügung.

Patienten aus Schleswig-Holstein und aus Hamburg - und bei besonders schweren Verlaufsformen auch aus dem gesamten Bundesgebiet - werden hier behandelt. Über die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie ist die Medizinische Klinik als Zentrum für Infektiologie zertifiziert. Bei den wissenschaftlichen Publikationen auf dem Gebiet der Tuberkulose nimmt die Klinische Infektiologie am TBCB aktuell eine Spitzenposition ein. Gemeinsam mit der Universität Lübeck ist das Forschungszentrum Borstel bestrebt, die Zusammenarbeit mit akademischen Instituten und Versorgungszentren in "Hochinzidenz-Ländern" der Tuberkulose zu entwickeln um nachhaltige bilaterale Partnerschaften aufzubauen. Die Partnerschaften sollen nachhaltig dazu beitragen Tuberkulose dort zu erforschen und zu bekämpfen, wo sie als Problem für das öffentliche Gesundheitswesen eine wesentlich größere Rolle spielt, als in Deutschland. Zusätzlich soll der Beitrag deutscher Institutionen zum Erreichen der Millienium Development Goals und drüber hinaus reichender Initiativen auf dem Gebiet von „Global Health“ gestärkt und erweitert werden. Hierfür wurden im vergangenen Jahr Partnerinstitute in der Republik Moldawien und
der Republik Namibia ausgesucht. Mit Vertretern beider Institute hat inzwischen ein vor-Ort Informationsaustausch stattgefunden. Das Forschungszentrum Borstel und die Universität zu Lübeck versprechen sich von den genannten Kooperationen einen Mehrgewinn im Bereich der Ausbildung, des Wissentransfers, der Bildung von Kapazitäten und eine nachhaltige Partnerschaft aus der in der Zukunft gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in den Partnerländern  Forschungsprojekte resultieren. Die Schleswig-Holsteinischen Tuberkulosegesellschaft wird als Förderer der Partnerschaft in den daraus resultierenden Veröffentlichungen genannt und soll in den Aufbau der Partnerschaften, so weit gewünscht, einbezogen werden. Zum Aufbau der genannten Kooperationen bitten wir die Schleswig-HolsteinischenTuberkulosegesellschaft um Ihre finanzielle Unterstützung bei der Einrichtung eines Koordinationsbüros am Forschungzentrum Borstel (Klinische Infektiologie) und von Reisekosten für Beteiligte aller 3 Länder für den Zeitraum von 3 Jahren beantragen. Die Projektmittel werden über ein gesondertes Konto der Klinischen Infektiologie beim Forschungszentrum Borstel verwaltet.
 
Auch in diesem Jahr haben wir das Forschungsinstitut Borstel für die „fingerprint Studie“ mit einem namhaften Beitrag unterstützt. Die Pollenmessstation der Klinik Westerland benötigte eine Pollenfalle. Diese Falle wurde von uns gekauft und der Klinik zur Verfügung gestellt. Die Information der an der Tuberkulosebekämpfung beteiligten Institutionen wurde auch im Berichtsjahr durch die kostenlose Verteilung der vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose herausgegebenen Broschüren fortgesetzt.

Lübeck,  06.02.2012

      Molkentin
(Geschäftsführer)